Nudeln mit Spargelsauce

In den tiefen Schleppnetzen meiner Internet-Touren fand sich letztens dieser nette Blog: Auf Kochfelder bloggt eine sympathische Frau aus Südtirol (?) sehr brauchbare Rezepte, die einem/einer den Spaß am täglichen Kochen erhalten sollen. Ich habe das Gefühl, sie weiß wovon sie spricht. Also habe ich mich dort mal informiert, was man mit Spargel so machen kann.

Das Rezept zu Pappardelle alle fave e ricotta hat mich sofort angelacht, heute bin ich zum nachkochen gekommen. Seit ich dieses Rezept gelesen hab, weiß ich auch, was „dicke Bohnen“ sein sollen – Saubohnen! Nicht, dass es das einfacher machen würde, sie in Wien zu kaufen (Hat wer einen Tipp?), aber jetzt hab ich wenigstens eine ungefähre Vorstellung, was gemeint ist. Jedenfalls hatte ich keine Fave/Saubohnen/dicke Bohnen. Stattdessen hab ich Spinat genommen. Vorweg: Wenn man sich genau an das vorgegebene Rezept hält, wird es sicher noch besser. Die Autorin aromatisiert nämlich das Nudelwasser mit Zitronenschale (was ich, ehrlich gesagt, einfach vergessen hab), und das klingt nach einer extrem vielversprechenden Technik. Außerdem würden Pappardelle besser passen als die Pasta, die ich verwendet hab. Wer die Nudeln wie angegeben selbst macht, bekommt sicher ein noch besseres Ergebnis. Allerdings hab ich mehr Spargel verwendet als im Originalrezept stand, und das kann nie schaden.

Das Rezept für Pasta di Amore alle fave e ricotta senza fave con spinacio:

  • 2013-05-12 18.16.071 Bund weißer Spargel
  • 1 Packung Ricotta (250g)
  • 4 Stück TK-Blattspinat-Zwutschgerl
  • Pasta (diese Mal bunte Pasta in Herzform)
  • Zitronenschale
  • Salz, Pfeffer, ein halber Gemüsesuppenwürfel, Olivenöl und Parmesan

Spargel gründlich schälen, unten ein Stück abschneiden und wegwerfen (je nach Frische mehr oder weniger), in Stücke schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Spargelstücke rein und „etwas“ anbraten. Ich hab das ein bisschen übertrieben aber das war nicht so schlimm. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit 200 ml Wasser und einem 2013-05-12 15.39.24knappen halben Suppenwürfel aufgießen, Deckel auf die Pfanne (in Ermangelung eines Pfannendeckels tuts auch das Schneidbrett) und auf mittlerer Hitze kochen bis der Spargel weich ist. Dann kommt der gekochte Spargel in einen Becher und wird püriert. Spargelpüree zurück in die Pfanne, Ricotta und aufgetauten Spinat (Mikrowelle) dazu. Gut durchrühren und abschmecken.

Nudeln am besten so wie im Originalrezept in mit Zitronenschale aromatisiertem Wasser al dente kochen, abseihen, aber ein bisschen Nudelwasser aufbehalten. Pasta mit der Sauce gründlich vermischen, noch mal abschmecken. Falls die Sauce nicht flüssig genug ist, ein bisschen Nudelwasser dazu tun. Die Nudeln mit Parmesan anrichten und servieren.

Ich finde das Rezept super, weil es eigentlich sehr schnell geht, man nicht viele Zutaten braucht und es doch ein bisschen was anderes ist. Außerdem hat es fantastisch geschmeckt – obwohl ich Zitronenschale UND Parmesan vergessen hatte!

P.S.: Ganz sorgfältig habe ich die Spargelspitzen vor dem Pürieren heraussortiert, damit ich mit ihnen das Essen schön dekorieren kann und weil Spargelspitzen einfach toll sind. Vor dem Pürieren schleppte ich mich ins Fitnesstudio, als ich nach Hause kam, fehlte eine. Daniel, ich weiß was du zwischen 17:15 und 17:30 getan hast!

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