Hirschburger, oder: Eine Entschuldigung

In letzter Zeit bin ich arbeitsbedingt ein halbwegs häufiger Kantinenbesucher. Aufgrund meiner Fischnörgelei vor einiger Zeit mag der Eindruck entstanden sein, die Staatsopernkantine sei unspannend, um nicht zu sagen: dröge und fad.

Das stimmt so nicht. Hier der Beweis:

Hirschburger, angebissen

Als ich auf der Speisekarte „Hirschburger“ las, war die Entscheidung sofort gefallen. Wenn ich etwas sehe, was ich noch nicht kenne und von dem ich dazu noch glaube, dass es selten ist, muss ich es ausprobieren (so geschehen z.B. auch beim „You’re my heart, you’re my Soul“-Burger der Burgermacher, aus Rinderherz, derzeit leider grad nicht dort im Angebot).

Die sympathisch-hantige Bedienung hat meine Frage, ob ich vorher noch eine Suppe essen soll, mit „Nein“ beantwortet – und Recht gehabt. Meine Erwartungen waren mittelhoch und wurden deutlich übertroffen. Ein bisschen kann man es am Foto sehen: Das extrem gut gewürzte Hirsch-Laibchen wird ergänzt von grandiosen, angebratenem Zwiebelmatsch, bisschen Salat und einer tollen Soße. Alles in allem ein ausdifferenziertes, toll zusammengestelltes Geschmackserlebnis, und die Wedges dazu waren knusprig und gehaltvoll.

Ich hätte nicht gedacht, dass Kantinen Orte der Geschmacksinnovation sein können – dass ich eines Besseren belehrt wurde, eröffnet eine Welt voller neuer Möglichkeiten: K., mit der ich dort war („Der Burger muss also fotografiert werden, aha“), hat versprochen, dass der À la Carte-Fisch in einer ganz anderen Liga spielt als der Menüfisch (siehe Link oben). Werde ich ausprobieren und dann hier berichten.

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