Ein Wochenende in Spargel

An einem der langen Mai-Wochenenden waren wir mal wieder in der Casa F. in Kärnten um ein bisschen Seele baumeln zu lassen. Zwischen erfolglosen Wanderversuchen (wo ist denn jetzt der Weg auf den U-Berg HINAUF?), Song-Contest schauen (der war ja wirklich ein bissi langweilig), Fensterbalken anstreichen und Tonnen an gemähtem Gras auf einem Hanggrundstück wegräumen (ja, wir waren ein bissi stolz auf uns nachher) haben wir vor allem eines gemacht: gekocht und gegessen. Wie der Titel leicht erahnen lässt, hatte alles Essen (außer dem Frühstück, aber da wär sicher auch etwas gegangen) eines gemeinsam: Spargel. (und dann is auch wieder gut mit Spargel-Rezepten von mir. Vielleicht. Wahrscheinlich.)

Den Anfang hat ein Spargel- Risotto mit Garnelen gemacht. Klassiker also.

Den grünen Spargel hab ich wie immer bearbeitet (also das untere Drittel geschält) und dann in circa 2 cm große Stücke geschnitten. Die hab ich dann für ungefähr 5 Minuten in Olivenöl angebraten. So, dass der Spargel noch knackig ist. (das anbraten hab ich neben dem Risotto-Rühren gemacht, geht aber auch schon vorher, wenn euch das zu stressig ist)

Das Risotto hab ich wie immer zubereitet: Zwiebel klein hacken, in Olivenöl anrösten. Dann kurz noch eine gehackte Zehe Knoblauch mitrösten. Gewünschte Menge Risottoreis (ich nehm aus keinem bestimmten Grund immer Arborio-Reis) dazu geben und so lange anschwitzen bis er glasig ist. Mit Weißwein ablöschen (bissi mehr als ein 1/4 l hab ich hier genommen) und damit den Reis einkochen. Wenn der Weißwein fast verdampft ist, kommt die Suppen-Schöpferei dran. Nach und nach also ca. 1/4 l Suppe (Suppenwürfel Suppe tut’s völlig) dazu geben, rühren, wenn die Flüssigkeit fast weg ist, das nächste 1/4, usw… Das Ziel ist, dass der Reis noch ein bissi kernig ist, das Risotto an sich aber etwas „schlatzig“ (gibt’s da ein deutsches Wort dafür?). Wenn ihr findet der Risottoreis hat die richtige Konsistenz, Butter und geriebenen Parmesan reinrühren. Mit beidem nicht sparen (heißt in etwa 1/16 Butter und eine kleine Hand voll Parmesan). Salzen und pfeffern nach Belieben- salzen braucht ihr evtl. nicht so viel, da der Käse ja auch salzig ist. Jetzt den gebratenen Spargel reingeben. Wer mag kann auch noch frische Kräuter reinrühren. Ganz wichtig: Risotto auf abgedrehtem Herd noch ein bisschen ziehen lassen.

Während das also zieht hab ich dann die aufgetauten Garnelen scharf von beiden Seiten angebraten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und zum Schluß in der Pfanne noch mit ein bisschen Zitronensaft abgelöscht. Risotto auf den Teller, Garnelen drauf- fertig! Perfektes Glücklich-mach-Essen.

Der nächste Streich: Rostbraten-Steak mit Spargel-Erdbeer-Salat

Ich hatte die Idee einen Salat mit Erdbeeren und Spargel zu machen, und hab mich auf die Suche nach einem Rezept begeben. Das hier hab ich dann gefunden und so in etwa hab ich es auch gemacht. Nur mit grünem und weißen Spargel, Basilikum hab ich dazu gegeben und den Dattel-Balsam hab ich aus Ermangelung desselben weggelassen.

steak_spargelsalatDie Rostbratenstücke haben wir von beiden Seiten in einer Olivenöl-Butter Mischung circa 2 Minuten angebraten, damit sie innen noch schön rosa sind, vorher einfach mit Salz und Pfeffer gewürzt. Der Star des Essens war eindeutig der Salat- wird öfters gemacht. (Ja, F.- das ist an dich gerichtet- hab ich dir doch gesagt, dass das gut schmecken wird.)

Als krönenden Abschluß des Wochenendes haben wir uns am Tag der Abfahrt zurück nach Wien aus den Resten eine Luxusjause bereitet.

Dieses Mal hab ich den Spargel gekocht. Beim grünen Spargel das untere Drittel schälen, beim weißen die unteren zwei Drittel. Für circa 7 Minuten in leicht kochendem Wasser, in das ich auch noch Essig, Salz und Zucker gegeben habe, kochen. Das übrig gebliebene Stück Rostbraten hab ich von beiden Seiten scharf angebraten, mit Salz, Pfeffer und Rosmarin gewürzt und zum fertig ziehen in den Ofen gegeben wo auch schon der Schafkäse in Alufolie auf Gesellschaft gewartet hat. Den hab ich mit etwas Olivenöl, Kräutern und ein paar Chilliflocken in ein Alufolien-Packerl gesteckt und bei circa 150 Grad für 15 Minuten in den Ofen geschoben. Das Fleisch hab ich dann nur mehr ganz kurz am Ende (2-3 Minuten) dazu gegeben, damit es schön rosa bleibt bei der Temperatur. Ahja, Schwarzbrotscheiben hab ich auch in den Ofen gelegt, damit sie schön knusprig werden.

(kleiner Exkurs: Wenn Fleisch nur warm gehalten werden soll oder langsam fertig gegart wird dann reichen 80-100 Grad. Aber dazu mal später mehr wenn ich irgendwann vielleicht wieder Roastbeef mit der Niedrigtemperatur-Methode mache.)

Die restlichen Garnelen hab ich dann auch noch angebraten und zu Garnelen und Spargel gabs dann noch eine Kräuterbutter. Einfach gemischte, frische Kräuter gehackt in zerlassener Butter aufgewärmt und noch mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt.

luxusjause2

Voilà- fertig, war unsere Luxusjause, nach der wir uns dann zufrieden wieder Richtung Wien in den grauen Alltag begeben haben. Es soll uns nie schlechter gehen!

Advertisements