Topfencreme mit Himbeeren

Letztens hab ich im Supermarkt Gelatine gesehen und festgestellt, dass ich noch nie was mit Gelatine gemacht hab. Ich glaube es ist deshalb, weil sie oft in Rezepten vorkommt, wie Jakob sie hier beschrieben hat: Viel zu aufwändig und fehleranfällig.

Dann hab ich aber auch Topfen gesehen. Topfen find ich ziemlich super. Ich mag Topfenknödel, Topfentorte, Topfenroulade, Topfenpalatschinken, Topfenstrudel und co sehr gerne. Knödel hab ich schon mal hier vorgezeigt, Torte mach ich nicht ohne Anlass, Roulade und Strudel hab ich noch nie probiert und Topfenpalatschinken sind so aufwändig (und man braucht dazu etwa 22 Eier und einenhalb Kilo Sauerrahm oder so). Aber ich hab ihn trotzdem gekauft. Und die Gelatine. Und über beide nachgedacht. So lang bis der Topfen fast schlecht geworden ist, dann bin ich Schlagobers kaufen gegangen und hab Topfencreme mit Himbeeren fabriziert. Schmeckt wie selbstgemachter Obstgarten, nur besser!

Rezept für die Creme ist aus Plachutta’s Kochschule (Zubereitungsdauer: 20 Minuten):

  • 250 g Topfen (20%)
  • 1/8l Joghurt
  • 250 ml Schlagobers
  • 80 g Staubzucker
  • 1 Packerl Vanillezucker
  • 3 Blätter Gelatine
  • Saft einer halben Zitrone (oder Limette, was grad da ist)
  • Zitronenabrieb (hatte ich nicht)

Gelatine in Wasser einweichen, Schlagobers steif schlagen, Topfen mit Joghurt, Zucker und Zitronenabrieb verrühren, Zitronensaft erwärmen (30 Sekunden Mikrowelle), Gelatine ausdrücken und im warmen Saft auflösen, unter die Topfenmasse geben. Dann Schlagobers unterrühren (mit Gefühl!) und fertig.

Ich hatte auch noch gefrorene Himbeeren zu Hause (die warten schon länger in meinem Gefrierfach, dass mir einmal einfällt wo ich sie verwenden könnte). Von denen hab ich immer ein paar in kleine GÜ-Schüsselchen getan, so dass der Boden bedeckt ist. Dann löffelt man die Creme drauf und lässt sie im Kühlschrank fest werden, dauert ein paar Stunden. Und dann isst man innerhalb von 2 Tagen alles auf.

Vielleicht überdenke ich meine Meinung zu Nachspeisen noch einmal. Viele sind nämlich gar nicht so aufwändig, man kann sie gut vorbereiten und eigentlich ist es ziemlich toll, wenn man von der Arbeit heimkommt und dann gleich mal ein Topfencremegläschen inhalieren kann.

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