Rohkost-Dip

Vergangene Woche hat sich das Wetter sehr bemüht, alles und jedeN zu schmelzen. Was isst man da? Was kaltes – und schnell sollts gehen. Sonst wird es anstrengend, man schwitzt und ist hungrig, bevor man fertig ist. Dann verlassen eineN die Kräfte und man verdurstet, während man dramatisch die Hand in Richtung Kühlschrank ausgestreckt hat. Aber ich schweife ab – das folgende Rezept ist einfach, geht mittelschnell und erfrischt.

Zutaten

  • Gemüse – ich hab Stangensellerie, Gurken und Paprika genommen. Grundsätzlich geht alles, was man gut mit den Fingern nehmen kann – Karotten zum Beispiel. Aber auch Tomaten gehen, wenn ein bisschen Gepatze nicht stört.
  • Joghurt
  • Sauerrahm
  • Knoblauch
  • Kräuter – Ich hab Oregano genommen, Schnittlauch oder Thymian geht sicher auch gut.
  • Salz, Pfeffer

Gemüse waschen, schälen (oder nicht. Im schlimmsten Fall dominiert dann der Unschöne obere Knubbel der Gurke das Bild, so wie unten) und in Stifte schneiden. Einen Gemüseberg draus machen.

oder einen Hügel. Ganz wie ihr mögt.

Oder einen Hügel. Ganz wie ihr mögt.

Für die Sauce Joghurt nehmen (z.B. einen halben Liter, dann hat man auch am nächsten Tag noch was) und ein bisschen Sauerrahm. Dann ordentlich Knoblauch rein (Zwei Zehen. Oder drei!) und so lange mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen, bis es den Gaumen schön reizt.

Ich hab dann noch Brot aufgeschnitten, damit kann man die Sauce auftunken.

Ist super für heiße Sommerabende und man kommt sich extrem gesund vor, mit dem ganzen rohen Gemüse und den Kräutern. Außerdem macht Sellerie tolle Geräusche, wenn man ihn isst.

Exkurs: Caprese, Gewürzsalz und die Tücken der Lebensmittelfotografie

Weil ich Angst hatte, zu verhungern (siehe die Schreckensvision weiter oben) hab ich noch Caprese gemacht, also Mozarella mit Tomaten. Ich geb immer Olivenöl und Balsamicoessig drüber, und ein bisschen Salz. Aber vor kurzem habe ich das erste Mal Gewürzsalz geschenk bekommen (das hier) und war total begeistert. Kann man sicher auch leicht selber mischen, aber ich bin einfach ein Fan von phänomenalen Geschmackserlebnissen, von denen ich nicht genau weiß, wie sie zustande kommen. Es ist wie Zauberei: Gewürzsalz drauf und es schmeckt total aufregend.

Allerdings habe ich einen Fehler gemacht. Ich habe Öl, Essig und Gewürzsalz draufgetan und das Ganze ein bisschen stehen gelassen, weil ich noch Gemüse schneide musste. Als ich die Großartigkeit dann dokumentieren wollte, sah sie so aus:

Eingesumpftes Gewürzsalz auf Mozarella und Tomaten

Geschmeckt hats toll, aber ausgesehn ein bisschen, naja, bröckelig. Wie Erbrochenes. Merke also: Wenn man sowas macht, immer gleich fotografieren. Aline hat übrigens recht: Sonnenlicht hilft extrem – aber wenn man dem Öl und dem Salz 10 Minuten gibt, um sich miteinander anzufreunden, kommt auch diese Hilfe ästhetisch zu spät.

Das ist eine Sache, die mir erst auffällt, seitdem ich über Essen blogge: Bloggen verändert meine Art, zu kochen. Also, eigentlich weniger das Bloggen als das Fotografieren. Man muss sich überlegen, in welchem Stadium man Fotos macht (Ich bin oft zu eitel für Zwischenschritte, aber ich arbeite daran. Mut zum Prozesshaften, Yeah!) und wo (Licht!) und auf welchem Unter- und vor welchem Hintergrund. Eine Regeln, die ich gelesen habe und bestätigen kann: Eckige Teller machen immer was her.

Und so hat dann alles zusammen ausgeschaut:

Rohkost-Nachtmahl

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