Nicht ganz echt, aber meine

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Es beginnt ja schon mal damit, dass es eigentlich nicht Spaghetti Bolognese heißt, sondern al ragu. Wie denn jetzt das richtige „ragu“ zu machen ist, ist zwar ein bissi ein Streit, aber im großen und ganzen klar. Und während ich das an sich weiß und kann, mach ichs doch ein bissi anders. Je nach Lust und Laune. Und in echt werden auch nicht Spaghetti dazu gegessen, sondern Tagliatelle. Aber weil ich Spaghetti so liebe, und gute Tagliatelle gar nicht so leicht zu bekommen sind (finde ich), mach ich auch das bewusst falsch.

Ganz lange mochte ich Nudeln mit Fleischsauce nicht, weil ich sie immer mit den hierzulande genannten „Pasta Asciutta“ gleichgesetzt habe (vielleicht ein Skikurs-Trauma?). Aber mittlerweile liebe ich es, weil ich es mir eben angeeignet habe und nach meinem Geschmack variiere.

(Echtes „ragu“ kommt ohne Tomaten aus, ist mit gehackten Tomaten und Speck, und evtl. mit ein bisschen Milch. Oder Obers)

  • ca 500 g gemischtes Faschiertes
  • eine Zwiebel
  • Olivenöl
  • Rotwein
  • Tomatenmark
  • geschälte (Dosen)tomaten
  • Gewürze, hier: getrockneter Thymian und Rosmarin, frischer Basilikum
  • (1 Zucchini)

Zwiebel hacken und in Olivenöl anrösten. Wenn der Zwiebel schon glasig ist, geb ich dann schon getrockneten Thymian und Rosmarin dazu und lass den mitbrutzeln. Dann kommt das Faschierte dazu, mit anrösten. Ablöschen mit reichlich Rotwein, diesen dann einköcheln lassen, bis quasi nur rot eingefärbtes Fleisch über bleibt. Dann kommt dazu 1-2EL Tomatenmark und die Dose geschälter Tomaten, mit noch extra Wasser, würzen mit Salz und Pfeffer. Deckel drauf und bei mittlerer Temperatur für mindestens 1 Stunde köcheln lassen.  Die gewürfelten Zucchinistpcke geb ich dann die letzen 20 Minuten dazu, frisch gehackten Basilikum fertig ist das „ragu al Aline“.
Spaghetti al dente kochen, ragu dazu, Parmesan dazu. Ich LIEBE es! Soulfood par excellence, das man nach einem anstrengendem Tag verdient hat.

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